Kurt Beck oder: Ein Zitat macht Karriere

Kurt Beck genießt international eine eher zurückgesetzte Prominenz. In Deutschland ist das seit der Hessenwahl zwar anders, aber für seine sprachliche Stilistik war Beck bisher nicht bekannt. Das sollte sich am Wochenende ändern. Mit seinem Baum-Zitat hat Beck es selbst in die International Herald Tribune geschafft. Konfrontiert mit den immer wiederkehrenden Gerüchten zu seinem politischen Ende auf der Bundesbühne, sagte er: Ich werde nicht hinter den Baum gehen, weil es da bequemer ist. Ich werde stehen.

Hmmm…über diesen Sinnspruch hätte vermutlich selbst Konfuzius lange nachdenken müssen. Wie sieht es wohl aus hinter einem Baum in der Welt von Kurt Beck? Warten dort größere Versprechen als am Ende eines Regenbogens? Nun, offensichtlich zumindest bequemere. Und stehen muss man dort wohl auch nicht. Welch gemütliche Welt, in der hinter jedem Baum eine Chaiselongue auf den müden Spaziergänger wartet.

Vielleicht lässt sich der Beck’sche Ausspruch auch gut für eine Kampagne einsetzen, z.B. für einen Gartenmöbelhersteller. Nachdem die SPD Steinmeier zum KK und auch gleich zum neuen Parteichef ausgerufen hat, hat Beck sicher Zeit für Werbung. Befreit vom Druck der Öffentlichkeit kann er sich endlich lachend mit dem fleißigen Gartenmöbelfabrikanten auf eine robuste Teak-Liege hinter einer Eberesche fallen lassen und gemeinsam mit ihm singen: Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit…

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2 Kommentare zu “Kurt Beck oder: Ein Zitat macht Karriere”

  1. b-schuster

    Jaja, erstaunlich…wieviele dieser Sprachschätze wird Beck wohl noch in unserer Medienlandschaft vergraben, bis die Schichtablösung kommt?

  2. Bernd

    Man sollte sich die Wertewelt von Herrn Beck einmal genauer anschauen:

    „Können Sie mal das Maul halten, wenn ich ein Interview gebe? Einfach das Maul halten.“

    „Sie sind nicht ehrlich, Sie sind dumm.“

    „Sie sind ein ungehöriger, dummer, frecher alter Mann“

    „Wenn Sie sich waschen und rasieren, haben Sie in drei Wochen einen Job.“

    „Ich habe unbegrenzte Redezeit und ich nutze sie auch. Sie können so lange rufen, wie Sie wollen.“

    Ein egozentrischer, überheblicher seniler Mann, Politiker halt.

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