Eine Farbe geht um die Welt

Nach der orangenen Revolution in der Ukraine nun das: Farbe bekennen für Menschenrechte. Der dänische Bildhauer Jens Galschiot hat mit The Color Orange eine Initiative gestartet, die während der Olympischen Spiele in Peking mittels der Farbe Orange auf Chinas Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen möchte. Er und seine Unterstützer versuchen, mit allerlei Aktionen und über verschiedene Kanäle Besucher und Athleten dafür zu aktivieren, während der Spiele irgendetwas Orangenes zu tragen – oder auch nur demonstrativ eine Orange zu pellen. Eine schöne Vorstellung.

Galschiot hat eine einzelne Farbe als Symbol für seine Bewegung ausgesucht, um so das Verbot des Tragens offensichtlicher (unerwünschter) politischer Symbole zu umgehen. Er hofft, dass China nicht dazu übergehen wird, eine ganze Farbe zu verbieten. Obwohl der Gedanke durchaus etwas Zwingendes hat, wenn hohe Parteikader wegen des staatszersetzenden Aktes der Orangenpellerei die nächsten 15 Jahre in Qinghai Steine klopfen sollten.

Ein mögliches Verbot wirft viele Fragen auf. Wird Holland nicht an den Spielen teilnehmen dürfen? Gibt es ein Einreiseverbot für Büger aus Orange County, CA? Und was geschieht nun mit den Chinaplänen von artif orange? Müssen wir uns bei einer Expansion umbenennen? Vielleicht in artig red? Die Verunsicherung ist groß.

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1 Kommentar zu “Eine Farbe geht um die Welt”

  1. Tina Hauber

    Man erinnere sich nur an die diversen Anstrengungen, die die Telekom unternommen hat, um „ihr“ Magenta schützen zu lassen. Wer weiß, vielleicht überschreibt sich China in einem Handstreich sämtliche Orangetöne als Marken – und geht gegen jeden vor, der unlizensiert Orange trägt.

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