Der Unterschied zwischen Apple und Microsoft

Nein, dies wird kein Verriss des großen Marktführers und seines evil empire oder eine Eloge auf die stylishen Produkte aus der Schmiede von Steve Jobs, zumal der Autor dieser Zeilen bekennender Microsoft-Enthusiast ist – was ihm in dieser Agentur nicht ausschließlich zum Vorteil ausgelegt wird. Die International Herald Tribune hat zum letzten Arbeitstag von Bill Gates einen Blick auf die unterschiedliche Entwicklung von Microsoft und Apple geworfen.

Warum hat die eine Firma nur 10% Marktanteil, obwohl sie herausragende Produkte fertigt, während die andere mit, nun ja, work in progress einen 90%-Anteil hält? Die Antwort lässt sich vereinfacht so auf den Punkt bringen: Apple ist eine Produkte-Firma, Microsoft eine Plattform-Firma. Während sich Apple immer nur darum bemüht hat, hochqualitative Produkte zu fertigen, hat Microsoft es geschafft, mit seiner Software einen Netzwerkeffekt hervorzurufen: Der Wert des eigenen Produktes steigt mit der Anzahl der Nutzer. Die Software stellt eine Plattform dar, auf der andere ihre Anwendungen entwickeln können. Der Ausbau dieser Plattform zieht weitere Nutzer an, die wiederum den Netzwerkeffekt verstärken und damit das Interesse an der Plattform erhöhen, wodurch das Netzwerk vergrößert wird und so weiter.

Clever. Und wer so lieb guckt, führt sicher nichts Böses im Schilde. Beinahe wie Jacki Chan nach einem intensiven Training in Drunken Master. Alles Gute, Bill!

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