Aus aktuellem Anlass

Heute vor 474 Jahren wurde Oda Nobunaga geboren, ein Daimyo (big boss) in der Sengoku-Zeit in Japan. Herr Oda war ein ausgesprochener Querkopf für seine Zeit, was sich neben seiner Politik auch in seinem persönlichen Habitus äußerte. Er trieb es mit seinem Benehmen zuweilen so weit, dass sein Statthalter sich genötigt sah, rituellen Selbstmord (seppuku) zu begehen, um seinen Herrscher auf diese Weise zurechtzuweisen. Das war zwar konsequent, blieb aber folgenlos.

Oda-san krempelte so ziemlich alles um, was er anfasste. Er brach die Vorherrschaft der Buddhisten, ermöglichte auch Angehörigen niederer Stände den Aufstieg, führte Berufssoldaten und Feuerwaffen ein, gestattete den ersten Christen in Japan missionarische Tätigkeit und liberalisierte die Wirtschaft. Dummerweise beleidigte er einen seiner Generäle, Akechi Mitsuhide, indem er in betrunkenem Zustand dessen Kopf als Trommel für einen Fächer verwandt. Dieser rächte sich später mit einem Überraschungsangriff und zwang den geschlagenen Herrn Oda nun seinerseits zum seppuku. Das war ebenfalls konsequent, hatte aber diesmal auch Folgen – und zwar für Herrn Akechi, der wenige Tage später von Toyotomi Hideyoshi besiegt wurde und…nein, Sie liegen falsch. Herr Akechi zog die Flucht vor und wurde unehrenhaft auf selbiger von Bauern getötet.

Was lehrt uns diese Geschichte?
1. Wenn sich Deine Mitarbeiter wegen Deines Führungsstils umbringen, ist das noch lange kein Grund, irgendetwas zu ändern.
2. Wenn Du ein Querkopf bist, vermeide jeglichen musikalischen Ehrgeiz.
3. Stil in der Niederlage zeigt nur, wer sie sich eingesteht.

In diesem Sinne: eine erfolgreiche Woche.

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