Der Proof und die Prüfung … Mediengestalter Print in der Krise …

In diesem Jahr wurden durch die ZFA, den Zentral Fachausschuss Druck und Medien neue Regeln für den Druck der Abshlußprüfung für Mediengestalter Print aufgestellt. Die ZFA schreibt, daß sie mit den Aufgaben auch den Fogra Medienkeil 2.0 mitliefert, der von den Prüflingen auf den Ausdrucken aufgebracht werden muss, damit die Prüfer in der Lage sind, die Farbe der Drucke visuell zu kontrollieren.

Den genauen Wortlaut der ZFA Erklärung können Sie hier nachlesen.

In zahlreichen Foren und Berufsschulen wurde nun disutiert. wie dieser Wortlauf genau auszulegen ist und wie der Prüfling nun darauf reagieren soll. Wir meinen:

Die ZFA schreibt klar: „Auf der CD-ROM mit den Prüfungsaufgaben befindet eine PDF-Datei dieses Medienkeils. Der Prüfling sollte sich vor der Ausgabe seiner Prüfungsarbeit von der korrekten gerätespezifischen Kalibrierung des Ausgabegerätes überzeugen. (…) Auf der CD-ROM der Prüfungsaufgabe befindet sich eine PDF-Datei des Medienkeils, die nur für die Erstellung des Proofs in der Prüfung verwendet werden darf.“
Für uns wäre also klar:
1.: Die Kalibrierung des Ausgabegerätes – des Druckers – liegt in der eigenen Verantwortung des Prüflinges.
2.: Der Medienkeil auf der CD darf nur für die Erstellung des „PROOFS“ in der Prüfung verwendet werden.

Diese beiden Sätze lassen für uns nur einen Schluss zu:
Entweder: „Der Prüfling!“ kann seinen Laser- oder Inkjet-Drucker im Betrieb kalibrieren und vermessen, was sicher kaum ein Prüfling schaffen dürfte. Um das zu kontrollieren, braucht man Meßtechnik wie Spektralfotometer oder Spektralcolorimeter, passende Software und jede Menge KnowHow.
Oder: Man gibt die Daten zu einem Dienstleister und lässt sie dort „proofen“, dann ist der Proof-Dienstleister für die Kalibrierung verantwortlich, und der Prüfling kann einen farbverbindlichen „Proof“ einreichen. Meistens muss man ja mindestens 2 Drucke pro Motiv abgeben, das heißt also – und davon spricht die ZFA ja auch: Sammelform machen und die Drucke zusammen montieren und proofen, dann wird das auch beim Dienstleister nicht so teuer.

Manche Prüflinge beklagen sich über die teilweise nicht unerhebliche Kosten. Wir sind der Meinung, das sollte der Betrieb übernehmen, der den Prüfling ausbildet, wenn ein Proof Teil der geforderten Aufgabenstellung ist.

Gut für uns, daß wir seit kurzem über ein modernes Proofsystem verfügen. Denn unsere Auszubildende muss dann nur einmal durch die Türe, und hat ihre Proofs in der Hand. Für alle anderen Auszubildenden heißt es aber: Schnell die Proofs bei Dienstleistern wie uns in Auftrag geben (uns gibts im Web unter www.farbproofs.de) und dann mit ruhigem Gewissen die Prüfungsaufgaben abgeben. Alles andere ist ein Risiko, es sei denn, es wurde mit dem örtlichen IHK Prüfungsausschuss abgestimmt.

4 Kommentare zu “Der Proof und die Prüfung … Mediengestalter Print in der Krise …”

  1. Mediengestalter Prüfling

    bekommen denn Auszubildende zum Mediengestalter Sonderpreise, wenn sie ihre Prüfungsaufgaben bei artif orange proofen lassen?

  2. Matthias Betz

    Ja, wir haben uns entschieden, nicht nur den Prüflingen Mediengestalter unserer Berufsschule, der Kerschensteinerschule in Reutlingen, sondern auch allen anderen Prüflingen 20% Rabatt auf unsere Proofs zu geben. Einfach bei der Bestellung im Nachrichtenfeld erwähnen, daß die Digitalproofs für die Abschlußprüfung sind, und dann ziehen wir den Rabatt von der Rechnung ab. Ich hoffe das hilft, da sich schon einige beschwert haben, daß sie als Prüfling die Kosten eventuell selbst tragen müssen. Viel Erfolg für die Prüfung wünscht http://www.farbproofs.de
    Und übrigens: Wir können auch den geforderten Medienkeil 2.0 auf die Proofs aufdrucken, dann muss das vom Prüfling nicht selbst integriert werden.

  3. Mediengestalter Prüfling

    Wie funktioniert das mit dem Medienkeil? Wird der automatisch aufgedruckt oder muss ich in der PDF, die ich erstelle irgendetwas dafür vorbereiten?
    Wird der Proof günstiger wenn ich den Medienkeil in meine PDF integriere? Ist das Prüfprotokoll unabhängig vom Medienkeil 2.0? Brauche ich unbedingt ein Prüfprotokoll?

  4. Matthias Betz

    Sie haben ja einen Medienkeil 2.0 mit Ihren Prüfungsdaten für die Abschlußprüfung erhalten. ich würde den einfach zusammen mit den von Ihnen erstellten Daten auf ein größeres Format (A3/A2/A1 etc.) zusammenmontieren und dann bei http://www.farbproofs.de hochladen. Wir können Ihnen den Keil gerne auch aufdrucken, falls Sie damit Schwierigkeiten haben sollten. Der Proof muss nicht ausgemessen sein, ein Prüfprotokoll muss nicht erstellt werden. der Medienkeil soll laut ZFA lediglich zur „visuellen Kontrolle“ dienen, also nicht ausgemessen sein.

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